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Häuserdämmung zur Isolation gefährlich?

Mit Häusern, vor allem mit denen älteren Baujahres, ist das so eine Sache. Im Sommer, wenn die Sonne auf das Dach und auf die Wände knallt, wird es unerträglich warm, im Winter, in der Heizperiode, verflüchtigt sich die Wäre durch Wände, Ritzen, Fenster und sonstige undichte Stellen nach draußen. Und das ist überhaupt nicht gut für unser Klima, es trägt dazu bei, die erfundene Klimakatastrophe zu beschleunigen. Aus diesem Grund plant die Bundesregierung eine gesetzliche Pflicht zur Isolierung (Wärmedämmung oder Wärmeschutz) nicht nur für Neubauten, sondern will auch Besitzer von Altlasten - ähem - älteren Privathäuser in die Pflicht nehmen. Auf diese Weise soll der Einsatz von wärmeabgebenden Installationen (geniales Wortgebilde) eingeschränkt werden, da die Wärme dort bleibt, wo sie hingehört, nämlich im Gebäude.

Wir dämmen unsere Häuser

Bereits jetzt haben viele Hausbesitzer die das nötige Kleingeld (oder eine entsprechende Bank) besitzen, damit begonnen, ihre Häuser zu isolieren. Die Technik scheint relativ einfach: Gerüst hochziehen, Vorbereitungen an der Hauswand treffen, Isolierplatten aufbringen, das Ganze verputzen, Gerüst wieder abbauen, fertig. Meistens bekommt das Eigenheim auf diese Weise nach wenigen Tagen ein neues Kleid. Und oftmals auch eine neue Farbe. Alles sieht aus wie neu renoviert und der Nachbar wird neidisch.

Heizen in der Übergangszeit
Aus meiner eigenen Umgebung weiß ich, dass mit dem Abschluss der Bauarbeiten erst mal alles in Ordnung scheint. Doch bereits in der ersten Übergangszeit (Herbst - Winter oder Winter - Frühling) tauchten die ersten Probleme auf. Da die Isolierung im Sommer einen erheblichen Teil der Sonnenwärme von der Hauswand fernhält, ist der Hausbesitzer gezwungen wesentlich früher zu heizen. Die Restwärme der Herbstsonne reicht nicht aus, um seine frierende Frau auf dem Wohnzimmersofa zufrieden zu stellen. Das Gleiche gilt für den Frühling: die beginnende Sonnenwärme reicht ebenfalls nicht aus, um die Kälte des Winters aus dem Haus zu vertreiben. Es muss geheizt werden! Besitzer von isolierten Häusern haben bereits damit begonnen, einige Seiten ihrer Häuser wieder vom Dämmschutz zu befreien. Diese Platten machen auf der Südseite nämlich wenig Sinn, auf der Nordseite, wo ja bekanntlich keine Sonne hinkommt, schon eher.

Schimmelbildung im Haus

Um es gleich von Anfang an klarzustellen: An der Schimmelbildung im isolierten Haus sind zum größten Teil, falls keine baulichen Mängel der Isolierung (oder des Hauses) vorliegen, der Besitzer selbst schuld! Wer sein Haus mit Dämmplatten isoliert, der muss der Schimmelbildung durch ausreichendes Lüften vorbeugen. Dies kann durch eine automatische Lüftung geschehen (die macht aber Geräusche und ist relativ kostenintensiv) oder durch einfaches Öffnen der Fenster (mindestens zwei Mal am Tag).

Platten aus Polystyrol brennen hervorragend!

Ein weiteres Problem kommt hinzu, wenn die Wände mit Platten aus Polystyrol verwendet wurde: Diese brennen wie Zunder! Nicht nur dass, beim Verbrennen dienen sie dem Feuer als Brandbeschleuniger und erzeugen giftige Dämpfe! Es ist doch vollkommen unsinnig, sich bei den Bauvorschriften an Gesetze zur Vermeidung dieser Gefahren zu halten, nur um dann Jahre später das ganze Haus in trockenes Stroh zu hüllen, damit es auch ja schön brennt.
Bildquelle: Ruth Rudolph - pixolio.de

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