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Kindersicherung - Internet sperren in der FritzBox

Ich habe seit Jahren eine Fritzbox. Ich hatte schon immer eine Fritzbox. Dieser Router ist zwar nicht gerade der Günstigste auf dem Markt, aber er ist das Beste, was Sie für Ihr Geld bekommen können. Auspacken, einstecken, verkabeln, fertig. Und geht sofort.

Onlinezeit und Kindersicherung

Doch diese Funktion meiner Fritzbox habe ich tatsächlich gerade eben erst entdeckt: Die Box hat nicht nur eine Kindersicherung, sondern man kann auch sehr explizit Onlinezeit vergeben:

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Sie finden diese Funktion unter Internet / Filter. Gleich auf der ersten Seite sehen Sie dann alle Computer, die sich schon einmal in der FritzBox eingeloggt hatten. Suchen Sie den Rechner Ihres Kindes heraus und klicken Sie auf das Notizzettel-Symbol.

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Zeitraum und maximale Stunden

Mit dem Mauszeiger können Sie jetzt für jeden Wochentag genau anklicken (auf die Zeitleiste klicken und ziehen) von wann bis wann Ihr Kind ins Internet darf. Unter Stunden maximal tragen Sie ein, wie viele Stunden sich Ihr Kind maximal im Internet aufhalten darf. Das geht auf 15 Minuten genau! Soll ein Eintrag wieder gelöscht werden, klicken Sie mit dem Mauszeiger in das blaue Zeitfenster. Dort wird dann der Eintrag deaktiviert.

Kindersicherung aktivieren

Aktivieren Sie nun noch das Kästchen bei Internetseiten filtern und klicken Sie auf Internetseiten sperren (Blacklist), sowie auf jugendgefährdende Internetseiten sperren. Mit dieser Funktion werden Webseiten gesperrt, die bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien auf dem Index stehen. Aktivieren Sie unbedingt das Häkchen bei HTTPS-Abfragen erlauben, sonst funktioniert z. B. Google nicht mehr, wenn Sie sich über Ihren Google-Account eingeloggt haben. Auch Facebook würde dann nicht mehr funktionieren:

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Blacklist erstellen

Da das aber nicht zu 100% Seiten sperrt auf die Sie ihre Kinder nicht gerne surfen lassen, können Sie unter Internet / Filter / Listen weitere Internetseiten von Hand sperren. Schreiben Sie diese unter Liste gesperrter Internetseiten (Blacklist) bearbeiten untereinander in das Textfeld. Da bekommen Sie aber eine Menge Arbeit, denn die Gefahren für Ihre Kinder wachsen jede Minute und Sie können "nur" 500 Seiten von Hand eintragen:

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Whitelist erstellen

Das ist der "umgekehrte" Weg, aber nicht weniger zeitintensiv. Wenn Sie die Whitelist aktivieren, kann Ihr Kind nur die Webseiten aufrufen, die in der Liste stehen. Alle anderen Webseiten werden vom System gesperrt! Das ist zwar sehr radikal, gibt Ihnen aber 100% Sicherheit:

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So könnte Ihr Kind, wenn Sie Google z. B. freigeben, zwar auf Google suchen, aber keine der angegebenen Webseiten aufrufen, was natürlich Unsinn ist.

Kindersicherung umgehen durch IP-Wechsel

Im Internet gibt es diverse Anleitungen, wie man diese Sperre umgehen kann. Zunächst sollte man als Verantwortlicher die Fritzbox mit einem Passwort schützen:

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Sollten Sie clevere Kinder haben (vor allem Söhne), dann werden diese versuchen die Sperre durch einen IP-Wechsel zu umgehen:

Das funktioniert sogar, Sie können das aber leicht unterbinden. Zunächst einmal setzen Sie fest, dass der PC Ihres Kinder immer mit der gleichen IP im Router angemeldet wird. Klicken Sie dazu auf Heimnetz und dort auf das Notizsymbol beim Rechner Ihres Kindes:

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Dort angekommen klicken Sie auf Diesem Netzwerkgerät immer die gleiche IPv4-Adresse zuweisen. Die Fritzbox vergibt dann an diesen Rechner immer die gleiche IP-Adresse. Dies könnte man nur umgehen, in dem Ihr Kind (der clevere Sohn), dem Rechner eine neue MAC-Adresse gibt und das geht nur mit entsprechendem Fachwissen und etwas Aufwand!

Doch damit nicht genug, denn jetzt funktioniert der IP-Trick immer noch. Deswegen müssen Sie in der Kindersicherung (Internet / Filter) noch das Häkchen setzen bei Computer, für die keine Zugangsregeln aktiv sind:haben keinen Internetzugang.

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Jetzt funktioniert der Trick mit dem IP-Wechsel definitiv nicht mehr!

Aber Achtung

Wenn Sie den Internetzugang für alle Rechner ohne Zugangsregeln sperren, müssen Sie alle weiteren Rechner eigene Zugangsregeln konfigurieren und diesen auch feste IP-Adressen vergeben! Das gilt auch für Smartphones mit denen Sie über WLAN ins Internet gehen!

Soll Ihre Rechner z.B. vollen Internetzugriff erhalten, dann muss das so aussehen. Die Filter lassen Sie dann ausgeschaltet:

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Mein Fazit

Sollten Sie die Internetnutzung Ihrer Sprösslinge beschränken wollen, haben Sie mit der Kindersicherung der Fritzbox ein ausgezeichnetes Werkzeug zur Hand. Besser geht es nicht. Schalten Sie den Blacklist-Filter ein (unerwünschte Seiten werden gefiltert), haben Sie zwar keine 100% Sicherheit, aber es ist ein Anfang. Weitere Seiten tragen Sie einfach von Hand in die Blacklist ein. Arbeiten Sie mit der Whitelist, haben Sie 100% Kontrolle, auf welchen Seiten sich Ihr Kind aufhält. Mehr geht nicht.

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