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Ein paar Worte von OSHO - Der Gott, den es nicht gibt

Die folgenden Worte sollen einfach mal so stehen bleiben, ich behandle dieses Thema in meinem Buch "Der christliche Atheist":

Ich bin nicht gegen Gott. Ich habe ihn gesucht, doch nicht gefunden. Daher weiß ich, dass es keinen Gott gibt. Das ist eine einfache Feststellung einer Tatsache, ohne Zorn, ohne Feindseligkeit. Was kann ich denn dafür, wenn er nicht existiert? Es ist nicht mein Fehler! Ich bin nicht gegen Jesus Christus. Warum sollte ich gegen diesen armen Kerl sein? Ich empfinde Mitleid mit ihm, ich empfinde Trauer um ihn.

Ich glaube nicht, dass er es verdient hatte, gekreuzigt zu werden. Ja, er war ein bisschen verrückt, doch nur weil jemand ein bisschen verrückt ist, muss man ihn noch lange nicht kreuzigen. Tatsächlich haben die Menschen mit dieser Kreuzigung das Christentum erst ermöglicht und viele Leute damit verrückt gemacht. Es ist die Kreuzigung, die für diesen ganzen Unsinn verantwortlich ist, der seit zweitausend Jahren vor sich geht und immer noch andauert. Es ist Kreuzigung, die aus Christus, ohne sein Wissen, den Begründer des Christentums gemacht hat. Ich bin nicht gegen diesen armen Kerl.

Er hätte keine Kreuzigung gebraucht, sondern eine Therapie. Um ihn zu heilen, und wieder ins Lot zu bringen. Eine kleine Umprogrammierung: nein, du bist nicht der Sohn Gottes, gib diese Vorstellung auf! Sie macht dich unnötigerweise zum Clown. Sie beweist nicht, dass du der Messias bist, sie beweist nur, wie durchgeknallt du bist. Er war nett und er war leichtgläubig. Ständig hörte er diese verrückte Idee, dass der Messias kommen und die ganze Welt retten wird. Jesus war nicht gefährlich, er war ein netter Kerl, doch einfach nur nett zu sein schützt einen nicht davor durchzudrehen. Es war ein wenig heftig, ihn gleich ans Kreuz zu nageln, er hatte schließlich kein Verbrechen begangen.

Hätte ihn niemand beachtet, dann wäre er sogar ohne Therapie wieder zu sich gekommen. Doch weil die Leute anfingen, ihn zu beachten und sich über ihn aufzuregen, wurde diese Vorstellung mehr und mehr zu seiner Obsession. Das ist eine einfache Schlussfolgerung: Wenn die Leute sich über mich aufregen, dann muss etwas dran sein, denn warum sollte man sich sonst diese Mühe machen? Wenn ich nur ein Verrückter wäre, dann würden die Leute mich auslachen und einfach weitergehen. Doch ganz Judäa und alle Rabbis waren verstört und das war Beweis genug für Jesus, dass das, was er sagte, eine gewisse Bedeutung haben musste.

Diese Worte haben mich sehr beeindruckt und im nachhinein auch verändert und mich bestärkt, das mir eingeimpfte Christentum mit seinem Gott, der sich um nichts kümmert und dem anscheinend alles egal ist, zu hinterfragen.

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