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Krawalle: Das Proletariat hat kein Vaterland

Jedes Jahr die gleiche Welle: Bei "revolutionären Krawallen" (Frankfurter Rundschau) in Hamburg waren wieder mal 1.600 Polizisten nötig, um einen Mob zu stoppen, der mit Böllern, Flaschen und diversen Wurfgegenständen auf die Beamten los ging. Dabei gab es einige Festnahmen und verletzte Polizisten.

Unter dem Motto "Das Proletariat hat kein Vaterland" sollte eine "Demonstration" stattfinden, die recht schnell in Krawall ausartete, wie es allerdings auch nicht anders zu erwarten war. Mit dem Wort "Proletariat" wird hier wohl die "arbeitende Klasse" gemeint sein, oder wie soll man das verstehen? Soll das bedeuten, dass die 1.400 Teilnehmer an dieser Demo alle arbeitenden Menschen in Deutschland repräsentieren? Also ich fühle mich von einem Mob, der hauend und stechend durch die Straßen zieht, Müllcontainer in Brand setzt, mit Flaschen und Böllern nach Polizisten schmeißt, fremdes Eigentum beschädigt, gegen das Vermummungsverbot und wissentlich gegen diverse Gesetze verstößt nur sehr schlecht bis gar nicht repräsentiert. Meine Unterstützung hat so etwas jedenfalls nicht.

Was sollte der Slogan?

Ich hab' auch den Slogan "Das Proletariat hat kein Vaterland" nicht verstanden. Was sollte das bedeuten? Alleine der Ausdruck Vaterland, der ist doch total veraltet und gehört, meiner Meinung nach, in die rechte Szene. Aber waren das nicht Linke auf dieser Demo? Und was wollten die genau? Für was und für wen oder für welche Sache haben die demonstriert? Kann mich da mal jemand aufklären? Wer hat zu dieser Demo und zu welchem Zweck aufgerufen? Ich finde das alles sehr verwirrend.

Muss eine Demokratie da durch?

Ich finde nicht. Es ist etwas anderes, wenn es verschiedene Meinungen gibt und ich bin auch gegen ein Verbot von rechtsradikalen Parteien (z.B. der NPD), weil ein solches Verbotsverfahren diesen Leuten eine Aufmerksam gibt (geben würde), die die gar nicht verdient haben. Sollte ein solcher Antrag dann auch noch scheitern, würde das der Partei quasi einen rechtsstaatlichen Stempel aufdrücken, was sicher in einer Menge Zulauf enden würde.

Was ich absolut nicht gutheißen kann, ist die Gewalt, die von solchen Gruppen ausgeht. Was mich schon immer interessiert hat sind die Lebensläufe dieser Menschen, die vermummt durch die Straßen laufen, z.T. schwere Verletzungen von Beamten in Kauf nehmen, andere Leute Sachen beschädigen und zerstören und sich einen Dreck darum kümmern, ob ihr Verhalten gegen irgendwelche Gesetze verstößt. Was wollen die? In Anarchie leben? Genau die, die die dicksten Steine schmeißen, stehen doch in einer Anarchie an unterster Stelle! Anarchie, wo jeder machen kann, was er will, wird es niemals geben. Schon wenn drei Menschen zusammenleben sollen, ist es vorbei mit der Anarchie. Diese "Staatsform" mit dem Motto "das Recht des Stärkeren" ist etwas für Phantasten, die mit sich und ihrem Leben nichts anzufangen wissen. Denn wenn es alleine "einen Stärkeren" gibt, der andere Stärkere um sich scharrt, wird aus der Anarchie eine Diktatur. Und in einer Diktatur landen Steineschmeißer sofort im Arbeitslager oder werden noch auf der Straße erschossen.

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