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Homerecording: Semiprofessionelle Musikaufnahmen

Haben Sie sich eigentlich schon einmal gefragt, wie viel Aufwand wohl nötig ist, um bei sich zu Hause Lieder selbst aufzunehmen? Playbacks gibts im Internet genug, z.B. bei Spotify oder auf Youtube . Suchen Sie dort einfach  nach Playback oder Karaoke. Doch wenn Sie das Playback nun haben, was dann? Ihre ersten Versuche mit einem Headst-Mikrofon sind kläglich gescheitert und Sie möchten nun (und können) etwas Geld in die Hand nehmen um es "richtig anzugehen?" Ich helfe Ihnen dabei und Sie werden sehen: es ist (1) nicht zu teuer, (2) gar nicht so kompliziert und (3) macht das richtig Spaß,wenn man das Equipment einmal zu Hause stehen hat!

Das brauchen Sie an Hardware (zum Bestellen auf die Bilder klicken)

Ein Mischpult (66 Euro)

Q820USB

Einen Kopfhörerverteiler (200 Euro)

HP6Evorne

Ein gutes Mikrophon (149 Euro)

Sct700

Kabel 1
3,5 mm Klinke Stereo auf 2 x 6,3 mm Klinke mono (6 Euro)

Cinchklinke

Kabel 2
2 x Cinch auf 6,3 Klinke (5 Euro)

Kabel

XLR-Kabel (6 Euro)

Xlr

Kopfhörer  (19 Euro)
Für die/den Sänger/in einen mit langem Kabel!

Kopfhorer

Gute Boxen, damit's was klingt (150 Euro)

Behringer

Das brauchen Sie an Software

Zur Aufnahme benötigen Sie eine s.g. Sequenzersoftware. Sie können zwar auch erste Schritte mit Audacity starten, werden jedoch sehr bald an die Grenzen des Programmes stoßen:

Audacity

Meine eindeutige Empfehlung ist das Programm Mixcraft. Es ist komplett auf deutsch, sehr einfach zu bedienen und man hat sehr schnell sehr gute Ergebnisse. Das Programm bekommen Sie in zwei verschiedenen Versionen, einmal als normale Version (66 Euro) und einmal als Profiversion (200 Euro). Für den Anfang sollte Ihnen die normale Version reichen, erst wenn Sie wirklich mehr Funktionen, mehr Filter oder besseres Mastering (Aufbessern des Sounds) brauchen, können Sie auf die Pro-Version aufstocken:

Kleines Loopdemo (Youtube)

Mcraft

Ich habe einiges an Musikmaterial bereits auf Youtube

Singt

Die Geräte anschließen und zusammenstecken

Das hat mich als Laie eine Menge graue Haare gekostet, ist im Grunde aber ganz einfach. Nachdem Sie das Mischpult am Computer angeschlossen haben (hier sind Treiber), stecken Sie das Kabel 1 mit der kleinen Klinke in den grünen Soundausgang des Computers. Die beiden großen Klinkenstecker kommen in den MIX-Eingang des Kopfhörerverteilers:

Mix

Hierüber werden Sie das Playback hören, welches Sie am Computer einspielen! Alles, was Sie in den Mix-Eingang speisen, kann auf allen vier Kanälen des Verteilers abgehört werden! Jetzt muss noch das Signal des Mischpultes in den Kopfhörerverteiler. Dazu stecken Sie die Cinch-Stecker des Kabels 2 in den Cinch-Ausang des Mischpultes:

Ausgang

... und die Klinkenstecker in den ersten Eingang des Kopfhörerverteilers:

Eingang

Stecken Sie anschließend den Kopfhörer vorne in eine der Verteilerbuchsen:

Buchsen

Mit dem ersten Regler (dem kleinen) regeln Sie die Lautstärke des Mix-Einganges, mit dem zweiten Regler die Lautstärke des Signals aus dem Mischpult!

Warum macht man das so?

Das ist ganz einfach: Der Sänger muss nicht nur das Playback aus dem Computer hören, sondern auch noch seine eigene Stimme aus dem Mischpult! Wie soll er sonst singen, wenn die Musik auf dem Kopfhörer so laut ist und er seine eigene Stimme gar nicht hören kann?

Den Computer konfigurieren

Bevor es richtig losgehen kann, müssen Sie dem Computer mitteilen, dass er nicht mehr die interne Soundkarte, sondern den Behringer-Treiber verwenden soll. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf das Lautsprechersymbol unten rechts neben der Uhr:

Laut001

Dort wählen Sie den Behringertreiber aus und klicken auf Standard:

Aufnahme

Die müssen Sie auf Mixcraft mitteilen:

Mixcraftaufnahme

Jetzt kann es losgehen

Laden Sie ein Playback in die erste Spur von Mixcraft und klicken Sie in der zweiten Spur auf Bereit. Sie sollten nun, wenn Sie etwas in das Mikrophon sprechen, einen entsprechenden Ausschlag sehen:

Ausschlag

Den Rest müssen Sie selbst herausfinden, denn das würde dieses Tutorial absolut sprengen. Sie müssen das Mikrophon nun so einstellen, dass es nicht zu leise ist, aber auch nicht übersteuert. Wenn Sie es aber bis hierhin geschafft haben, dann schaffen Sie den Rest auch noch. Wetten?

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