Skip to content

Nie wieder Caritas Bad Mergentheim (Teil 2)

Hier gehts zu
Nie wieder Caritas (Bad Mergentheim, Teil 1)

Das Elend nimmt kein Ende, es ist wirklich nicht zu fassen. Seit meinem letzten Bericht über das Caritas ist wieder so viel passiert, das mag man alles gar nicht glauben. Ich möchte hier nur auf das letzte Ereignis eingehen und betonen, dass ich diese Klinik nur noch betrete, wenn mich der Notarzt dort hin fährt. Solange ich selbst fahren kann (oder mich jemand fährt), werde ich diese Klinik meiden. Doch der Reihe nach:

 

25.11.2014 – 27.11.2014

Wegen starker Brustschmerzen bin ich ins Caritas gegangen und weil ich so viel abgenommen hatte (26 Kilo seit Mai), wurde ich stationär in die Innere aufgenommen.Man wollte abklären, ob der starke Gewichtsverlust mit der Bauchspeicheldrüse zusammenhängt. Ich wurde geröntgt, es wurde zweimal ein Ultraschall gemacht und eine Magenspiegelung durchgeführt. Die Ursache für die starken Schmerzen am Brustkorb wurden dabei  nicht entdeckt. Mit dem Rat, einen Orthopäden zu Rate zu ziehen, wurde ich – ich hatte immer noch Schmerzen – aus dem Caritas entlassen. Alle Schülerinnen, Schwestern und Ärzte, mit denen ich es in diesen zwei Tagen zu tun hatte. waren sehr nett, zuvorkommend und engagiert, da kann ich nichts sagen. Bleibt trotzdem ein fahler Beigeschmack, denn geholfen wurde mir nicht wirklich. Einen Termin beim Orthopäden bekam ich erst Mitte Januar.

 

scan 1 scan 2 scan 3

 

12.12.2014

Ich konnte mich 14 Tage mit Schmerzmitteln über Wasser halten, doch auch das hat seine Grenzen. Es war Freitag, ich  bekam heftige Schmerzen an der Brust, mein Herz kam aus dem Rhythmus, ich hatte Schweißausbrüche. So sagte ich einen Termin ab (Sorry!) und fuhr in die Notaufnahme. Hinzu kam, dass ich seit Tagen auch Schmerzen am Bauchnabel hatte, nachdem ich meiner Frau beim Umzug (zurück zu uns) geholfen hatte.

Um 16 Uhr haben wir die ZNA (Zentrale Notaufnahme) des Caritas in Bad Mergentheim betreten und haben um 20:30 Uhr erst den Arzt gesehen! Das ist eine Wartezeit von viereinhalb Stunden! In diesen Stunden wurde ich wirklich gut von der anwesenden Schülerin Alisa und der diensthabenden Schwester umsorgt!

Die “Untersuchung” war ein Witz. Nachdem ich meine Symptome geschildert und auch die Schmerzen im Bauchnabel nicht vergessen hatte, wurde ich von dem Assistenzarzt eine Minute lang abgetastet. Als ich mich aufsetzen sollte, er wolle meinen Rücken abklopfen, blieb mir vor Schmerzen die Luft weg und ich brach in Tränen aus! Das hat den Mann nicht einmal interessiert, er hat nicht gefragt. Dann las er den Bericht von vor 14 Tagen und saß über 20 Minuten tippend am PC. Mit den Worten “Ja, Herr Höller, sie waren ja vor 14 Tagen stationär und da wurde nicht gefunden. Da sollte doch mal ein Orthopäde drüberschauen”, verließ er, ohne weitere Erklärung, den Raum.

Erst nach 40 Minuten kam er wieder, in dieser Zeit behandelte er andere Patienten! Er meinte, ich könne zur Nacht dableiben und würde eine Schmerzbehandlung bekommen, was ich ablehnte. Meine Schmerzen könne ich auch zu Hause behandeln, wenn er mir Tabletten geben würde. Mit den Worten “Hm, das wird schwierig”, verschwand er wieder!

Erst nach weiteren 30 Minuten kam eine Schwester rein und gab mir eine Tablette! EINE TABLETTE! Am Freitagabend! Wirkt die bis Montag, oder was? Mit dem Hinweis, dass wir uns bitte im Wartebereich aufhalten sollen, der Arztbrief würde gleich kommen, warteten wir dort nochmals eine komplette Stunde! Immerhin brachte der Assistenzarzt selbst zwei weitere Tabletten und den Brief.

Das waren dann siebeneinhalb Stunden für nichts! Für drei Schmerztabletten!

scan 4scan 5scan 6

 

15.12.2014

Endlich Montag, nachdem ich am Samstag noch Schmerzzäpfchen (wegen meinem Magen) gekauft habe, hatte ich das Wochenende überstanden. Ich ging zu Dr. Pingel, hier in Niederstetten, der genau eine Minute brauchte, um einen Nabelbruch festzustellen. Eine Minute!

Er schickte mich mit einer Überweisung ins Krankenhaus, um die Diagnose bestätigen zu lassen und, falls notwendig, einen Termin zur OP zu bekommen. Diesmal rief ich in Tauberbischofsheim an, wo ich, wegen meiner Schmerzen, gleich heute um 14 Uhr einen Termin bekam. Dort in der Notaufnahme dauerte es nicht siebeneinhalb Stunden, sondern 30 Minuten(!) und ich war nicht nur untersucht, sondern hatte meinen Termin. Und zwar morgen! Und nicht nur das, ich wurde in diesen 30 Minuten vom Oberarzt gründlich untersucht und ausgefragt. Zu meinem Erstaunen hatte er sogar schon meine Akte gelesen und sich über mich informiert! Er fragte sogar nach meinen Reflux-Beschwerden, weil ich vor drei Monaten dort eine Magenspiegelung hatte (schwere Magenschleimhautentzündung). Meine Frau war vollkommen sprachlos!

scan 7

Das Ende vom Spiel?
Bauchnabel-OP in Tauberbischofsheim!

1051 Klicks