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Rezension: The Maze Runner

The Maze Runner Movie (1)Eine Gruppe Jugendlicher findet sich, ohne Erinnerung an ihr bisheriges Leben, auf einer “Lichtung” wieder, umgeben von meterhohen, dicken Betonmauern. Jeden Monat stößt ein neuer “Frischling” dazu, bis Thomas kommt. Danach kommt nur noch Theresa und das Leben auf der Lichtung wird komplett aus den Fugen geworfen.

Der erste Junge kam von drei Jahren auf die Lichtung und die inzwischen über 30 Jungs haben sich auf der Lichtung eingerichtet. Jeden Monat werden sie über einen Fahrstuhl mit dem nötigsten versorgt, doch als Thomas einen Griewer (halb Tier, halb Maschine) im Labyrinth tötet, welches sich hinter den Mauern der Lichtung befindet, bleibt der Fahrstuhl oben stehen und das Mädchen Theresa, welches sich darin befindet, kommt mit der Botschaft, dass sie die Letzte sei.

Die Story ist hanebüchen und wird bis zum Schluss nicht vollständig aufgeklärt. Was mich aber am meisten stört, neben vieler Logigfehler,  ist die Altersfreigabe ab 12 Jahre. Manchmal frage ich mich wirklich, was dieses Gremium sich dabei denkt. In diesem Film wird getötet, zerstückelt, zerfetzt, um Leben und Tod gehetzt, verbrannt und gequält. Für einen 12jährigen Teenager defintiv zu viel, ich hätte die Altersfreigabe auf 16 gesetzt.

Viele Fehler

Einfach mal ein Beispiel: In der Gruppe haben sich Regeln manifestiert und mach spricht einmal von einer “dunklen Zeit”, die Opfer gefordert hat. Darauf wird aber nicht näher eingegangen. Die Einhaltung der Regeln wird, das ist nicht genau ersichtlich, durch Strafen geregelt, dafür gibt es “das Loch”, eine Mulde im Boden mit einer Gittertüre aus Holz davor. Dieses Gitter ist schlicht lächerlich, es wird durch einen leichten Strick zusammengehalten.

Nur “ernannte” Läufer dürfen das Labyrinth betreten, welches in den drei Jahren von verschiedenen Läufern inzwischen komplett kartographiert ist.  Das ist in der im Film gezeigten Form vollkommen unmöglich, da sich die einzelnen Abschnitte ständig verändern und die Mauern viel zu hoch sind, um das ganze Labyrinth zu überblicken.

Als Thomas einen der Griewer “tötet” und das Teil von den Kindern untersucht wird, kommt es niemandem merkwürdig vor, dass es sich um eine Mischung aus Maschine und Tier handelt.

Alleine dieses Labyrinth zu bauen hätte Jahrzehnte gedauert und auch “das Verändern” dieser riesigen Betonwände und –quader sind schlicht ein Ding der Unmöglichkeit. Irgendjemand musste dieses Projekt ja auch finanzieren und alleine von der Größe her hätte man das auch nicht heimlich machen können.

Einmal sagt Thomas sinngemäß “ich bin an allem Schuld, wenn ich nicht gekommen wäre, würde Albi noch leben!”, was Quatsch ist, da dieser von einem Griewer gestochen wurde und sowieso gestorben wäre.

Warum Thomas und Theresa auf die Lichtung kamen wird auch nicht erklärt, da es sich bei diesen beiden Teenager um ein Teil des Teams handelt, welches das Labyrinth verwaltet hat. Am Ende des Film wird dies zwar als Spoiler für einen Teil 2 angesprochen, befriedigend ist das aber nicht.

Man sieht am Ende, wie sich die Chefin des Projekts selbst tötet, die Kinder finden die Leiche in einem Büro, später steht diese dann aber putzmunter vor einer Crew und erklärt “Phase 2” für eröffnet.

Mein Fazit

Ich kenne die Bücher nicht, die aus drei Teilen bestehen, aber der Film hat mich eher mit vielen Fragen zurück gelassen. Technisch war er sehr gut gemacht und ausgereift, ein einwandfreies Popcorn-Kino. Ich kann allerdings über die vielen Fehler und Ungereimtheiten nicht hinweg sehen und komme nicht umhin zu glauben, dass der Film ein “Schnellschuss” war, um auf der PANEM-Welle mitzureiten, da in diesem Film doch viele Parallelen zu PANEM zu finden sind. Das hätte man sicher besser machen können!

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