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Kino: Hadley war in Passengers (2017)

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© Sony Pictures

Eigentlich war ich nur in dem Film “Passangers”, weil ich SiFi liebe. Und die Ausschnitte der Trailer, die seit Wochen gezeigt werden, haben mich schon neugierig gemacht. Gestern sah ich den Film dann zusammen mit meinen Kindern und fand ihn, nunja, nicht schlecht. Ich schlafe immer eine Nacht drüber, bevor ich Reviews schreibe und das hat seinen Grund.

Die Geschichte des Films….

…ist schnell erzählt. Durch einen Meteoriteneinschlag wird das Schiff beschädigt und es entstehen Fehlfunktionen. Dadurch wird einer der 5.000 Passagiere aus dem Schlaf geweckt. Ein Mechaniker, der nach einem Jahr eine weitere Passagierin weckt, weil er sich in sie verliebt hat. Die beiden verlieben sich und verbringen ein weiteres Jahr alleine auf dem Schiff. Sie bekommt es dann aber heraus (durch einen herrlichen Androiden) und ist stinkesauer. Dann wacht noch ein Deckoffizier auf, stirbt aber kurz darauf und hinterlässt ein Sicherheitsarmband, mit dem man nun in alle Bereiche des Schiffes kommt. Die beiden raufen sich wieder zusammen, reparieren das Schiff (was der Mechaniker alles kann ist echt erstaunlich) und leben glücklich bis an Ende ihrer Tage.

So viele offene Fragen?

Wenn man das Kino verlässt, bleibt ein seltsames Gefühl. Fast 100 Minuten mit nur zwei Schauspielern, da braucht es schon etwas mehr als nur drei Gesichtsausdrücke, wobei Chris Pratt seine Sache schon ganz gut macht. Aber nach wie vor halte ich Jennifer Lawrence für eine völlig überbewertete Schauspielerin, deren “Ruhm” ich nicht ganz nachvollziehen kann. Und die paar Minuten mir einem dicklichen Lawrence Fishburne retten das auch nicht wirklich. Der drollige Bar-Android, gespielt von Martin Sheen ist da schon eher eine Bereicherung.

Die Technik des Films kann man durchaus als grandios bezeichnen. Das wirkt alles schon sehr echt, was man da zu sehen bekommt und wenn man bedenkt, dass die Schauspieler 90% vor einem Greenscreen gespielt haben, ist das schon beachtlich.

Aber jetzt…..

kommen die Fragen, die nach einer Nacht dann doch bleiben:

  • Warum weckt Jim Preston nicht einfach eines der Crew-Mitglieder? Wenn ich das richtig verstanden habe, schläft nur die Mannschaft der Brücke in einem abgesicherten Raum, die über 200 weiteren Crewmitglieder nicht. Also ich hätte das gemacht und einfach nicht gesagt, das ich die Schlafkammer manipuliert habe.
  • In der Szene, wo die Schwerkraft ausfällt, liegt Aurora mehrere Sekunden bewusstlos in der Wasserblase. Als die Schwerkraft wieder hergestellt ist, wacht sie wie durch ein Wunder wieder auf? Unglaubwürdig!
  • Warum gibt es im “Speisesaal” bereits etwas zu essen, obwohl das Schiff noch 90 Jahre unterwegs ist?
  • Kein Lebensmittel dieser Welt hält 120 Jahre! Wo kommt bitte die Verpflegung her?
  • In einer Szene sieht man einen botanischen Garten. Wer pflegt den bitte 120 Jahre lang?
  • Warum ist der Barandroid überhaupt in Funktion? Den hätte man doch erst in 90 Jahren gebraucht?
  • Warum werden in dem Speiselokal keine Androiden, sondern andere Roboter eingesetzt?
  • Warum gibt es in dem Speiselokal überhaupt was zu essen?
  • Warum gibt es in der Bar was zu trinken? In 120 Jahren wäre das meiste davon doch völlig ungenießbar.
  • Warum kann ein popeliger Mechaniker die Steuerkonsole des Nuklearreaktors reparieren?
  • Warum haben sie sich am Schluss nicht einfach beide in die Gesundheitskammer gelegt und den Androiden von der Bar mitgenommen, um die Kammer zu aktivieren?
  • Warum wurde für die Zeit des Fluges nicht einfach die Crew durch eine Handvoll Androiden ersetzt, die sich um alles kümmern?
  • Warum fliegt das Schiff am Anfang durch ein Meteoritenfeld und nicht einfach drum herum?
  • Warum wurde Aurora nicht schwanger? Die haben gevögelt wie die Weltmeister.
  • Wo sind die Leichen der Beiden geblieben, als das Schiff ankam?
  • Wo kamen in der Schlussszene auf einmal die Tiere her?
  • Was soll der Spruch: “Es gibt einen guten Grund, warum sie aufgewacht sind!” auf dem Plakat? Wenn man den Film kennt, macht der Spruch gar keinen Sinn!

Alle diese Fragen machen Film und seinen Plot einfach unglaubwürdig. Das war nix, das würde echt besser gehen. Aber der Name “Jennifer Lawrence” wird viele Menschen ins Kino treiben, die dann enttäuscht wieder rausgehen werden. Der Film ist Banane, das reicht dann auch noch auf Netflix.

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Zuletzt bearbeitet am 07.01.2018 10:40