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Bewährung für Kindesmissbrauch

Verstehen kann man so etwas nicht. Im aktuellen Fall wurde ein Erzieher, der einem ihm anvertrauten Jungen 30x missbraucht hatte, zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren und einer Geldstrafe von 1.000 Euro davon.


© MoFoto / BILD / Dieses Bild ist verlinkt und liegt nicht auf meinem Server!

Das ist kaum zu glauben und ich weiß genau und kann es sehr gut nachvollziehen, was dieser Mensch dem Jungen angetan hat, wobei meine Brüder nie für das belangt wurden, was sie mir über Jahre mit mir gemacht haben. Diesen Kuschelkurs mit Pädophilen Straftätern kann ich absolut nicht verstehen und nicht nachvollziehen. Leider ist dies kein Einzelfall, wie ich recherchiert habe. Deutsche Richter schicken pädophile Täter immer wieder mit Bewährung nach Hause. Für mich nicht nachvollziehbar, auch wenn ich zum Thema Pädophilie eine sehr kontroverse Meinung habe, mit der ich allerdings auch nicht alle dastehe.

Was ist Pädophilie?

Pädophilie ist, wie Homosexualität, in meinen Augen keine Krankheit, sondern eine sexuelle Ausrichtung für die der Betroffene im Grunde gar nichts kann. Anstatt nach einem "Heilmittel" zu suchen müssen diese, in meinen Augen bedauernswerten Menschen, beigebracht bekommen ihren Trieb zu unterdrücken und zu kontrollieren. Wer zum Täter wird, muss unbedingt härter bestraft werden. Es kann nicht sein, das so jemand Bewährung oder eine geringe Gefängnisstrafe bekommt, nachdem er Dutzende Male ein Kind missbraucht hat. Unsere Gerichte gehen viel zu milde damit um. Eine hohe Gefängnisstrafe würde sicher als Abschreckung dienen.

Die Dunkelziffer von Pädophilen, die ihren Trieb unter Kontrolle haben, weil sie wissen dass diese Ausrichtung ihrer Sexualität in einer modernen, aufgeschlossenen Gesellschaft zum Schutz der Kinder unter Strafe steht ist unfassbar hoch. Sie würden sichwundern. Ja, das ist nun mal so. Die haben ihren Trieb unter Kontrolle, weil sie in der Gesellschaft, in der sie leben, nicht verachtet und geächtet werden wollen. Es hilft überhaupt nichts, so zu polarisieren, wie in Kommentaren auf Facebook zu diesem Thema. Hier werden diese Menschen getötet, abgeschlachtet und sogar vergast:

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Ich nehme hier sicher keine Triebtäter, die sich an Kindern vergehen, in Schutz. Diese müssen mit aller Härte des Gesetzes bestraft werden. Ich bringe nur Verständnis auf für Menschen, die mit einer sexuellen Ausrichtung geboren werden, die nicht gesellschaftsfähig ist. Hier muss auch eine Hilfestellung geschaffen werden, dass diese Menschen das auch durchhalten. Ich wehre mich auch dagegen einen Menschen als "abartige Bestie" oder “Kreatur” zu bezeichnen und zu fordern jemanden zu vergasen oder den Kopf abzuschlagen. In 50.000 Jahren Evolution haben wir es im Grunde nicht wirklich sehr weit gebracht. Anstatt Stammtischparolen über dieses Thema zu verbreiten, sollte man sich lieber mal informieren. Und damit meine ich nicht die BILD-Zeitung.

Pädophile hat es schon immer gegeben, in jeder Epoche, in absolut jedem Volk auf dieser Erde und seit Anbeginn der Menschheit. Es war Jahrtausendelang nicht nur "geduldet", sondern schlicht erlaubt und stand auch nicht unter Strafe. Allgemein wird es als "Störung der Sexualpräferenz" bezeichnet (Wikipedia) aber auch das ist Quatsch. Pädophile "fühlen" sich nicht krank oder gestört, für sie ist es einfach normales sexuelles Verlangen. In deren Körper spielen sich exakt die gleichen Vorgänge ab, wie sie bei "normaler" Sexualität zwischen zwei Erwachsenen abspielt.

Der Opferschutz kommt zu kurz

Selbstverständlich brauchen wir wesentlich mehr Opferschutz. Ich selbst wurde über viele Jahre sexuell missbraucht (von zwei meiner Stiefbrüder) und obwohl das Jugendamt das wusste, wurde ich immer wieder in die Obhut meiner Familie gelassen. Ich habe erst mit 40 Jahren angefangen, diese Erlebnisse in einer Therapie aufzuarbeiten, staatliche Hilfe bekam ich in all den Jahren nicht. Was den Menschen ausmacht, ist das er Vergeben kann. Ich hab meinen Brüdern vergeben was sie mir angetan haben, denn sonst wäre ich vermutlich auch nicht fähig, mein eigenes Leben zu führen.

Das verfolgt dich ein Leben lang

Meine beiden Töchter haben sehr darunter leiden müssen, weil ich immer Angst hatte, dass ihnen das Gleiche passiert. Ihre ganze Kindheit bestand aus absoluter Kontrolle, die sie manchmal sicher nicht verstanden haben. So bin ich z.B. auf öffentlichen Toiletten erst selbst hineingegangen um zu kontrollieren, ob sich kein Mann darin aufhält. Sie durften niemals auf Partys auch dort übernachten, sie durften lange Zeit nicht alleine durch die Stadt gehen, ich habe sie immer gebracht und geholt. Ich habe sie beschützt, wie ich nur konnte und dabei mich selbst komplett vergessen.

Opfer werden zu Tätern?

Dieses Vorurteil hält sich sehr hartnäckig und muss immer und immer wieder bekämpft und angegangen werden. Nur weil ich als Kind sexuell missbraucht, gefoltert und misshandelt wurde, bin ich nicht gleichzeitig auch ein solcher Mensch. Ich habe noch niemals, in meinem ganzen Leben nicht, einem Kind irgendetwas zu Leide getan. Das bedeutet nicht, dass ich bis zu meiner Therapie meine angestaute Wut nicht auch an anderen Menschen ausgelassen habe, dies geschah aber niemals an Kindern. In einem kurzen Gespräch mit Dr. Mark Benecke bestätigte mir dieser, dass die Zahl der Menschen, die tatsächlich vom Opfer zum Täter wurden, unter einem Prozent liegen.

Therapien helfen Opfern

Ich kann das immer nur wieder betonen, ich hatte in den letzten Jahren eine ausgezeichnete Therapeutin, die mich geerdet, aufgefangen und mir wieder 95% Lebensqualität geschenkt hat. Ich bin dieser Frau so unendlich dankbar, denn sie hat mich von all meiner Wut, meinen Ängsten und meiner Verzweiflung befreit. Dies kommt in erster Linie natürlich mir, aber auch meiner Familie und meinem Umfeld zu Gute. Von meinen psychosomatischen Schmerzen konnte sie mich leider nicht befreien, aber vielleicht passiert auch das irgendwann.

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Kommentare

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Anonym am :

der heißt Mark Benecke

Hadley B. Jones am :

Sorry, mein Fehler! :-)

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