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Ich trolle durch Facebook

Sind die sozialen Medien nicht wunderbar? Während noch vor Facebook, Instagram, Twitter und früher Wer-Kennt-Wen und MySpace nur der Stammtisch als moralische Instanz aller Weltanschauungen und Geschehnisse galt, kann jetzt wirklich jeder Mensch, egal welcher Bildungsschicht er entstammt, egal wie viel Geld er verdient und vollkommen egal wie sein eigenes Weltbild aussieht, sich auf den sozialen Medien ausbreiten und vor allem: kundtun!

Jede Meldung, vollkommen egal wie banal diese auch sein mag, wird kommentiert. Alle Gutmenschen Deutschlands vereinigen sich auf Facebook & Co. zu einer verschmolzenen Meinungsmasse, es wird kommentiert, was die Tastatur hergibt und "geliked", was das Zeug hält. Der Button "Gefällt mir" ist das Non-Plus-Ultra der Benutzer dieser Plattformen und wenn man wie auf Facebook auch noch verliebt, entsetzt oder gar wütend sein kann, spart man sich sogar das Schreiben eines Kommentars.

In den letzten Jahren ist die Netzkultur zu einem Schmelztiegel von Beleidigungen, Verleumdungen und persönlichen Angriffen an jeden Kommentator verkommen, der sich aus der Massenmeinung verabschiedet und der sich traut, das auch nach außen zu kommunizieren. Man wird von Menschen, denen man noch nie im Leben begegnet ist, die einen nicht kennen und mit denen man ohne die sozialen Medien nicht einmal in Kontakt kommen würde, beleidigt und auf persönlicher Ebene angegriffen. Viele dieser Kommentare erfüllen den Tatbestand der Beleidigung, das scheint die Schreiber dieser Kommentare aber nicht im geringsten zu stören. Oft kommt auch noch Bedrohung und sogar "falsche Verdächtigung" dazu, das sind Straftaten.

Oftmals passiert das unter dem richtigen Namen der Leute, die sich auf Facebook auskotzen. Rechtliche Konsequenzen scheinen diese Leute nicht zu fürchten, schließlich hat man "seinen Account nach außen abgeschottet und dicht gemacht". Von einer IP-Adresse haben die wahrscheinlich noch nie etwas gehört. Und wenn doch, dann ist die Tatsache dass hinter der IP-Adresse, die jeder User beim Einloggen auf Facebook hinterlässt, die komplette Adresse des Anschlussinhabers steht, anscheinend an diesen Leuten vorübergegangen.

Aus diesem Grunde habe ich mich einmal aufgemacht und mit einem Fake-Account, der zwar nach "innen" richtige Daten enthält (falls ich mal gesperrt werde), nach außen aber nicht, die Leute ein wenig zu triggern und zu provozieren. Und das klappt wunderbar!

Einen Shitstorm zu erzeugen ist gar nicht so einfach, wie man sich das immer vorstellt. Bei manchen Kommentaren bin ich mir so sicher, dass es gelingt und dann warte ich vergebens und manchmal, wenn man gar nicht damit rechnet, werden Dinge in meine Kommentare reininterpretiert, die ich so gar nicht gesagt habe. Woher der Leser dass dann nimmt, das entzieht sich meiner Kenntnis. Wenn ich 20 gehässige Kommentare erreichen kann, dann bin ich schon zufrieden. Manche meiner Kommentare erreichen Likes im dreistelligen Bereich, was mich aber nicht wundert, denn meistens handelt es sich dann um Kommentare gegen Asylanten oder Flüchtlinge, die man inzwischen sehr subtil umschreiben muss, weil man immer Gefahr läuft gemeldet zu werden. Im schlimmsten Falle verliere ich meinen Account, im günstigsten Fall wird nur der Kommentar gelöscht (weil er gegen irgendwelche dubiosen, nicht wirklich ersichtlichen Facebook-Richtlinien verstößt) oder ich bekomme eine Schreibsperre.

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