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Michael Jackson

Als ich gestern, am 26.07.2009, vom Nachrichtensprecher geweckt wurde, sagte er folgenden Satz: "Michael Jackson ist tot. Der King of Pop verstarb an einem Herzversagen!", habe ich sofort geweint. Ich habe Minuten gebraucht, um mich wieder zu fangen, ich konnte mit Weinen gar nicht mehr aufhören.

Ich stand auf und machte den Fernseher an, weil ich es einfach nicht glauben konnte. Doch es stimmte: Auf allen Sendern, nur noch Michael Jackson. Er war tatsächlich an einem Herzversagen verstorben. Dann machten die wildesten Gerüchte die Runde, aber inzwischen hat sich das alles weitgehend aufgeklärt.

Heute wurde das Protokoll des Notrufs (2 MB, MP3, in englischer Sprache, hier eine Übersetzung) veröffentlicht und der Mann, der da bei der Polizei anruft, seine Stimme, die ist so traurig und verzweifelt, das glaubt man gar nicht.

Meine Welt und die restliche Welt dazu, standen einen Tag still. Selbst jetzt, einen Tag später, kämpfe ich beim Schreiben dieser Zeilen mit den Tränen. Ich kann es einfach nicht glauben, dass dieser Mann, der mich in meiner Jugend fasziniert und inspiriert hat, dessen Musik mich die letzten 30 Jahre begleitet hat, ich kann nicht glauben, dass er tot ist. Das ist einfach unfaßbar traurig. Selbst meine Tochter brach gestern vormittag (in der Schule) mehrfach in Tränen aus, weil selbst sie Michael Jackson verehrte und jedes seiner Videos verschlungen hat. Wir lagen uns gestern mehrfach in den Armen und haben einfach nur geweint.

Gestern ist die Musik gestorben. Und mit ihr ein Stück meiner Träume, meiner Hoffnungen und meiner Jugend. Ich bin so unsagbar traurig, ich hätte das nie für möglich gehalten, dass mir so etwas einmal passiert. Ich war nie in so großer Fan, dass ich meinen Gefühlen nicht mehr Herr war. Ich habe mich geirrt, ich bin, bleibe und werde immer ein Michael Jackson-Fan sein.

Ich habe allerdings einen Trost: Michael Jackson war über ein Jahr lang im Studio und hat neue Lieder aufgenommen. Und ich hoffe inständig, dass jeder Michael Jackson-Fan auf dieser Welt jede neue Scheibe, jedes neue Lied von ihm käuflich erwirbt und nicht herunterlädt. Seine Kinder und seine Familie haben das einfach verdient. Wir sollten ihnen etwas davon zurückgeben, was uns Michael Jackson gegeben hat, in dem wir sie einfach reich machen. So reich, dass sie gar nicht wissen wohin mit ihrem Geld. Keinem Menschen auf dieser Welt gönne ich die Milliarden von Dollar, die jetzt in die Kasse schwemmen, mehr als den Kindern von Michael Jackson und seiner Familie. Machen wir sie gemeinsam zu den reichsten Menschen auf dieser Erde. Ich jedenfalls bin dabei. Wenn ich nicht schon alle Michael Jackson CDS (und Schallplatten) hätte, ich hätte gestern auch welche gekauft.

Aber die ganze Welt kauft im Moment seine CDs. Bei Amazon liegen sie auf den ersten 15 Pätzen, sowie in allen anderen Musikshops im Internet auch. In Deutschland waren gestern nachmittag bereits alle seine CDs ausverkauft. Schätzungen gehen davon aus, dass alleine gestern fast 50 Millionen Michael Jackson-CDs bestellt wurde. Fein, dann hat er jetzt 800 Millionen CDs verkauft. Das kann gar nicht genug sein.

Es macht mich etwas traurig, dass er dafür erst sterben musste. Ich hätte es gerne gesehen, wenn seine Fans im schon früher damit geholfen hätten. Dass er Tablettensüchtig war, dass wusste man ja schon lange. Dass er sich aber mit seinen 50 Jahren so für die anstehenden Konzerte verausgabt hat, das nehme ich ihm übel. Er hätte diese "Comeback-Tour" gar nicht gebraucht, denn entgehen aller Meldungen war er niemals pleite. Ein Michael Jackson, dessen Lieder täglich, rund um den Globus, im Radio gespielt werden, so einer wird nicht pleite. Das geht gar nicht. Er hatte weniger Geld zur Verfügung wie in den 80ern, er war aber nicht pleite.

Und dann diese unsägliche Sache mit den Kindern, ich habe das niemals geglaubt. Niemals. Ich war und bin mir immer noch sicher, dass er einfach nur ein wahnsinnig intensives Verhältnis zu Kindern hatte, dass von Liebe, Zuneigung und Zärtlichkeit geprägt war. Und mit Sicherheit dabei völlig ohne irgendwelcher sexuellen Hintergründe war. Michael hatte selbst eine beschissene Kindheit und wollte andere Kinder davor bewahren. Auf seiner Neverland-Ranch waren jährlich Tausende von Kindern, auch über Nacht in seinem Haus, und da ist niemals etwas derartiges vorgefallen. Aber weil er einem krebskranken Jungen die Behandlung bezahlt hat, kamen irgendwelche kranken Hirne auf irgendwelche kranken Hintergedanken. Und dabei ging es immer um Geld. Weil Jackson sich beim ersten Fall mit 25 Millionen Dollar freigekauft hatte, um einem sensationsgeilen Prozess zu umgehen, blieb immer ein fader Beigeschmack übrig. Er selbst sagte mal in einem Interview, dass er es hinterher bereut habe. Beim zweiten Prozess lies er es darauf ankommen und wurde in allen 10 Punkten der Anklage freigesprochen. Wer die amerikanische Justiz kennt, der weiß, dass Jackson nicht freigesprochen wurde, weil er Michael Jackson war, sondern weil man im schlicht und einfach in allen Anklagepunkten nichts nachweisen konnte. Es gab diese Vorfälle einfach nicht und es hat sie auch nie gegeben.

Es ist wie es ist. Michael Jackson hat mich, uns und die Welt verlassen. Er ist Geschichte. Da ich nicht an Gott und damit an kein Leben nach dem Tod glaube, wird er auch für immer weg sein. Aber, und dass ist das Gute, er wird uns in seinen Liedern, seinen Videos, seinen Filmen, seinen Interviews und seinen teilweise exzentrischen Geschichten erhalten bleiben.

Good bye, Michael, we will miss you!

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