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Facebook: Der Hund in der Waschmaschine

Noch vor 20 Jahren wäre diese Geschichte vielleicht auf Seite 4 in der BILD erschienen, doch heute, dank Facebook, können es alle lesen. Den Skandal der Woche: Frau steckt Hund ihres Sohnes aus Versehen in die Waschmaschine. Vorher hat sie aber einen Riesenwirbel gemacht und behauptet, das habe sicher ein Nachbar gemacht. So geschehen in Österreich. Nachdem die Polizei ermittelt hatte kam aber heraus, dass die Frau den Minihund wohl selbst, zusammen mit ein paar Hundedecken, in die Trommel gestopft hat.

Unsägliche Titelzeile im Focus

Als wäre diese Geschichte nicht schon banal genug und in meinen Augen nicht eine Zeile in einer Zeitung wert, schießt der Focus mit seiner Titelzeile aber den Vogel ab: Der Redakteure scheint besoffen gewesen zu sein, denn Titel und Teaser passen überhaupt nicht zusammen. Wenn jemand ohne Absicht handelt, kann dies keine “unbegreifliche Tat” sein, denn eine “Tat” begeht man mit voller Absicht.

Reaktionen auf Facebook

Ganz schlimm finde ich aber die Reaktionen auf diesen Bericht. Die Kommentare sind in dieser Form kaum zu fassen und ich bin ganz baff, was sich manche Menschen trauen. Was ich auch nicht verstehe: Obwohl diese Kommentare öffentlich lesbar sind, muss man, wenn man darüber berichtet, Namen und Profilbild unkenntlich machen. Aber egal, hier ist der Artikel:

Was für eine unbegreifliche Tat!

Posted by FOCUS Online Digital on Freitag, 24. März 2017

Unfassbare Äußerungen in den Kommentaren

Schlimm, richtig schlimm wird es jedoch in den Kommentaren. Was da abgeht, hat mich Menschlichkeit nichts mehr zu tun. Dieser Frau schlägt der geballte Hass aller Hundeliebhaber entgegen, die ihr sogar den Tod wünschen. Hier ein paar besonders krasse Beispiele:

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Man muss dabei immer eines bedenken: Diese Kommentare sind öffentlich! Die kann jeder lesen. Was sind das für Menschen, die so etwas schreiben? Was geht in denen bitte vor? Wo ist die gute Kinderstube, die geleistete Erziehung der Eltern? Hinter der Tastatur lässt es sich wunderbar abkotzen, aber würden die sich das auch von “Angesicht zu Angesicht” trauen? Sicher nicht. Hinter vorgehaltender Hand und auf Facebook, da ist so etwas möglich. Es ist ein Armutszeugnis, was in Facebook passiert und das ist auch einer der Gründe, warum ich da nicht mehr aktiv bin.


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