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Die Grenzen der Religionsfreiheit

Ich bin ja (eigentlich) ein liberaler Mensch und lebe nach dem Motto: jeder soll nach seiner Facon glücklich werden. Es gibt aber Grenzen, die sollte man nicht überschreiten. Ich habe z.B. überhaupt nichts dagegen (warum auch), wenn ein gläubiger Moslem sich fünfmal am Tag auf seinen Teppich kniet und in Richtung Mekka betet. Ich habe nichts dagegen, wenn muslimische Frauen ein Kopftuch tragen, solange dies freiwillig geschieht.

Ein absolut rotes Tuch ist es jedoch für mich, wenn ich Frauen in Burkas sehe. Für mich ist es völlig unverständlich, dass Frauen so etwas auf sich nehmen. Was soll das für ein Gesetz sein, das Frauen dermaßen einengt und erniedrigt? Ich lese immer wieder, dass es auch im Islam Frauenrechte gibt. Welche Rechte sollen das denn bitte sein? Muslime berufen sich dabei auf die Reihenfolge in der Allah die Menschen geschaffen hat: Zuerst hat er ADAM gemacht und aus ihm wurde EVA erschaffen. Alleine aus dieser Tatsache leiten Muslime ab, dass die Frau sich dem Manne zu unterwerfen hat. Wenn Allah gewollt hätte, das die Frau über dem Mann steht, hätte er zuerst EVA erschaffen. Hat er aber nicht. Der Koran ist voll davon. In Dutzenden Suren wird der Frau gezeigt, welche Stellung der Islam für sie vorgesehen hat:

Sure 24, Vers 30
Und sprich zu den gläubigen Frauen, daß sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren und ihren Schmuck nicht zur Schau tragen sollen, bis auf das, was davon sichtbar sein darf, und daß sie ihre Tücher über ihre Busen schlagen sollen und ihren Schmuck niemanden zeigen sollen außer ihren Gatten oder ihren Väter...
Sure 33, Vers 59
O Prophet! Sage deine Frauen und deinen Töchtern und den Frauen der Gläubigen, daß sie ihre Übergewänder über sich ziehen sollen. Das ist eher dazu geeignet, daß sie erkannt und nicht belästigt werden.
Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass Mohammed den Frauen mehr Rechte gegeben hat als es zu seiner Zeit üblich war. Wir reden hier vom Jahr 800 n. Chr.! Westliche Frauen, vom Manne befreit, hätten keine Würde und keine Achtung. Selbst Frauen in der Werbung oder als Sexobjekte für Männer sind gläubigen Muslimen ein Dorn im Auge. Auch ein beliebtes Argument: Scheidungen sind in islamischen Gesellschaften selten! Warum ist das wohl so?

Sure 4, Vers 34
Die Männer sind die Verantwortlichen für die Frauen, weil Gott den einen von ihnen mit mehr Vorzügen ausgestattet hat als die anderen und weil sie von ihrem Vermögen hingeben. Darum sind tugendhafte Frauen jene, die demütig ergeben sind, die in Abwesenheit das bewahren, was Gott ihnen zu bewahren aufgab. Und jene, von denen ihr Widerspenstigkeit befürchtet, ermahnt sie, haltet euch fern von ihren Liegestätten und straft sie. Und wen sie euch gehorchen, dann trachtet nach keinem anderen Mittel gegen sie. Wahrlich, Gott ist der Erhabene, Allerhöchste.
Das ist die Anweisung, ungehorsame Frauen zu schlagen, bis sie wieder in der Spur laufen. Nicht mehr und nicht weniger. Diese Sure soll im Hadith etwas abgemildert werden:

Bei der Abschiedspilgerfahrt predigte der Prophet, daß Schläge nur ein letztes Mittel sein dürfen, wenn sich die Frau auf eindeutige und offensichtliche Weise unmoralisch verhalten hat.
Auch dies eindeutig die Erlaubnis, seine Frau schlagen zu dürfen. Die Regeln des Koran und des Hadith gegenüber den Frauen ist eindeutig und unterliegt einer Hierarchie: 1. Ermahnung, 2. Enthaltsamkeit und 3. Strafe.

Der muslimische Mann macht auch gar keinen Hehl daraus, was er von der westlichen Lebensweise hält. Die neue Rolle der Frau, also den Haushalt führen, Geld verdienen, Kinder großziehen, einen Job ausüben, in der Politik arbeiten und "sexuelles Auftreten zu Tage bringen" werden als das große Übel angesehen. Auf einer der unten genannten Quellen wird die Emanzipation der Frauen in der westlichen Welt mit der Flurbereinigung verglichen. Das ging ja teilweise auch daneben. Also wirklich!

Im Islam, so wird ausgeführt, stimme die Rollenverteilung noch. Während der Mann seiner Arbeit nachgeht und Geld nach Hause bringt, kümmert sich die Frau um den Haushalt und die Kinder. Diese Rollenverteilung wurde von Gott so bestimmt und dem kann und darf man nicht widersprechen. Das soll die Menschen aber nicht davon abhalten, ihren Freizeitaktivitäten nachzugehen. Was nicht so ganz einfach ist, denn muslimische Männer und Frauen verbringen ihre Freizeit getrennt von der westlichen Gesellschaft. Alleine schon aus dem Grunde, damit man keine "halbnackten Menschen" (wohl meist Frauen) sieht oder sich dem Alkohol hingibt.

Die Frau im Islam hat es gut und ist dort gut aufgehoben. Der islamische Mann hat die Pflicht, seine Frau ausreichend zu versorgen und kann sein Weib nicht zur Arbeit zwingen, wenn das Geld nicht reicht. Ist seine Frau krank, hat sie Anrecht darauf eine Haushaltshilfe zu bekommen. Auch das Erbrecht schließt die Frauen ein. An das Vermögen der Frau darf der Mann keine Hand anlegen. Wenn die Frau doch arbeiten geht - nur wenn das familiäre Umfeld das zulässt - darf der Mann ihr das Geld nicht wegnehmen. Allerdings: Bei der Berufswahl entscheidet der Mann! Schließlich darf die Ehefrau keine Arbeit annehmen, in der es vielleicht zu "Belästigungen" kommen kann. Und dann wird auch schon wieder abgeschwächt: Der Mann muss einverstanden sein, wenn seine Frau arbeiten will. Um Streit zu vermeiden.
Das ist doch alles verlogen. Die Frau darf selbstverständlich arbeiten. Nur ihr Mann sagt wann, wie und wo. Was soll denn das für eine Freiheit sein. Sie darf ihr Geld behalten, aber wer schaut schon in das Wohnzimmer andere Leute? Wird die Frau es jemandem erzählen das sie ihr gesamtes Geld abgeben muss? Oder das ihr Mann ihr Erbe/Vermögen durchbringt? Sicher nicht. Und wenn ich solche Sätze hier lese, dann wird mir echt übel:

Wenn hier kleine Mädchen erwachsen werden, müssen sie schon gegen ihre natürlichen Veranlagungen kämpfen. Frühauf lernen die jungen Mädchen, sich schon anzubieten. Immer auf der Suche, die schönste und die coolste zu sein, so kämpft sie sich durchs Leben.  Erfahrungen zum anderen Geschlecht werden gesammelt, denn es ist ja unmöglich, wenn man später eine Beziehung eingeht, und dann keine Erfahrung vorweisen kann.
Mit diesen Sätzen werden alle westlichen Mädchen als Nutten abgestempelt. Frühauf lernen die Mädchen, sich schon anzubieten! Eine Nutte bietet sich an. Ehrlich, solche Sätze tragen dazu bei, das wir uns nicht mehr verstehen. Das Bild der Frau im Islam ist 800 n. Chr. einfach stehengeblieben. Die haben nichts dazugelernt. Das kann man sogar glaubhaft darlegen denn immer wieder wird von Muslimen auf das AT und die Briefe des Paulus hingewiesen, der ein sehr schlechtes Frauenbild hatte. Paulus war ein impotenter, verrückter alter Mann, der seine sexuelle Frustration gerne an seine Mitmenschen weitergegeben hat. Sprüche wie: "Ich wollte, alle Menschen wären so unverheiratet wie ich" zeugen nur davon, dass es keine Frau an seiner Seite ausgehalten hat und er von den Frauen enttäuscht war. Dies spiegelt sich in vielen seiner Aussagen wieder.

Der Christ ist sich aber durchaus bewusst, dass das Frauenbild im 1. Jahrhundert sich grundsätzlich vom heutigen Bild der Frau unterscheidet. Unterscheiden muss. Die Christen sind sich sehr wohl bewusst, das man in 2.000 Jahren etwas dazulernen muss. Das können die gläubigen Muslime nicht gerade von sich behaupten. Auch die Anweisungen des Hadith berufen sich auf das Frauenbild im Jahre 800. Das ist bereits 1.200 Jahre her! Hat der Muslim in dieser Zeit nichts dazugelernt was das Bild der Frau in der Gesellschaft betrifft?

Zum Glück denken nicht alle Muslime so. Wenn ich Bilder aus Istanbul sehe, tragen die wenigsten ein Kopftuch und Burkas sieht man so gut wie gar nicht. Aber es gibt ja nicht nur die Türkei. Ich denke da an islamische Länder wie Ägypten (dort dürfen Frauen nicht einmal den Führerschein machen), Pakistan und Afghanistan (da geht ohne Burka gar nichts), Somalia (dort werden Frauen wie Freiwild behandelt) und einige Länder mehr.

Ich stelle es mir für einer westliche, muslimische Frau sehr schwer vor. Was aber gerade in Frankfurt passiert, das setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Möchten Sie neben jemandem arbeiten, der den ganzen Tag eine Burka trägt? Möchten Sie von jemandem bedient werden, der eine Burka trägt? Ich möchte nichtmal im gleichen Laden stehen, wenn dort jemand mit einer Burka rumläuft.

Meine Toleranz hat Grenzen.

Quellen:Seite 1 & Seite 2




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