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Essen Sie auch Leichenteile?

Auf der Suche nach Informationen zur Massentierhaltung stieß ich auf abscheuliche Bilder, unsägliches Leid und unfassbare, unhaltbare Zustände. Warum ist Massentierhaltung überhaupt notwendig? Warum muss man Geflügel, Rinder, Schweine und sonstiges Getier in viel zu kleinen Käfigen und Ställen halten? Von artgerechter Haltung kann in diesen Fällen absolut keine Rede sein. Was sich die Hersteller von Industriefleisch da erlauben,  das gehört zu Recht verboten.

Ich selbst bin leidenschaftlicher Fleischesser und kaufe die dazu benötigte Menge (immerhin für einen 4-Personenhaushalt) beim Discounter um die Ecke ein. Die dort angebotenen Fleischsorten (Geflügel, Schwein, Rind) sind in den meisten Fällen bis zu 2-3 Euro billiger als beim Metzger im Ort. Ein Kilo Huhn (gefroren) kostet knapp 3 Euro, das Huhn (frisch) vom Markt bringt es immerhin auf 8 Euro! Den Unterschied bemerken Sie allerdings, wenn Sie das Huhn zubereiten. Schrumpft das Discounterhuhn während des Bratens um mindestens 50%, bleibt Ihnen das Huhn vom Markt zu 95% erhalten.

Das gleiche Trauerspiel bei den anderen Fleischsorten. Können Sie den Gewichtsverlust beim Schnitzel noch durch Panade kaschieren, schrumpft der im Discounter angebotene Schweinebraten im Backofen um bis zu 60% zusammen. Selbst mit der Niedriggarmethode bleibt oft nur ein Häufchen Elend zurück, das nicht einmal mehr nach Fleisch schmeckt.

Eines dürfte Ihnen klar sein: Die Tiere, deren Fleisch Sie im Supermarkt um die Ecke kaufen können, haben in ihrem ganzen Leben nicht einmal eine grüne Wiese gesehen. Diese Tiere, egal ob Geflügel, Schweine, Rinder oder Fische werden als Industrieware deklariert und auch so behandelt. Die Tiere, die zu Hunderten, ja Tausenden in Ställen zusammengepfercht aufwachsen, sind für die Hersteller keine Lebewesen, sondern eine Ware. Dementsprechend werden diese Tier behandelt, Mitleid mit der Kreatur ist fehl am Platz. Alle diese Tiere werden mit Antibiotika behandelt, obwohl sie gar nicht krank sind. Dies geschieht, weil kranke Tiere nicht aus der Herde genommen werden, dies wäre viel zu aufwendig. In einem Stall mit 5.000 Truthähnen werden kranke, ja selbst tote Tiere bis zur Schlachtreife im Stall belassen. Die toten Tiere verwesen dann, inmitten der vor sich hin vegetierenden Tiere, vor sich hin. In diesem Stall ist es stockdunkel! Gefüttert wird automatisch, im Futter befinden sich Wachstumsbeschleuniger. Die Truthähne sind überzüchtet und können, aufgrund des hohen Gewichtes ihres Brustfleisches, nicht mehr aufrecht stehen (sie fallen ständig vorne über). Sie verlieren ihre Federn im Brustbereich und schaben sich die Haut bis auf den Fleisch ab. Diese Verletzungen werden in der Massentierhaltung billigend in Kauf genommen und gilt genauso für Rinder und Schweine.

(c) www.ad-hoc-news.de
(c) www.ad-hoc-news.de

Tiere in der Massentierhaltung bekommen kein natürliches Futter. Sie fressen auf das individuelle Tier abgestimmte Kraftnahrung, in denen sich Wachstumshormone und Medikamente befinden. Diese Stoffe essen wir mit, dies ist längst bewiesen. Die Industrie konnte es bisher, durch umfangreichge Lobbyarbeit, verhindern, dass die Richtwerte für diese Medikamente in unserem Essen angehoben werden.  So essen Sie mit jedem Stück Geflügel auch eine geringe Menge Antibiotika mit, obwohl Sie gar nicht krank sind. Dies führt dazu, dass Ihr Organismus nach einer Weile eine gewisse Resitenz gegen Antibiotika aufbaut. Werden Sie dann wirklich einmal krank und benötigen Antiobiotika, kann es Ihnen passieren, dass dieses Medikament nicht mehr wirkt!

Wenn Sie nun denken, nur in Amerika ist das so schlimm, dann irren Sie sich aber gewaltig. Tierschützer decken immer wieder in spektakulären Aktionen und zum Teil unter Einsatz der eigenen Gesundheit (die Bauern sind nicht gerade zimperlich, wenn jemand in die Ställe einbricht) unhaltbare Zustände in Ställen in Europa auf. Dies betrifft auch die Eierproduktion, die längst vollkommen industrialisiert wurde. Wenn Sie wissen möchten, wie das Hähnchen aufgewachsen ist, dessen Teile Sie gestern im Supermarkt gekauft haben:


(c) Freiheit für Tiere

Essen Sie Leichenteile?

Folgenden Text fand ich im Internet:

92% aller Deutschen essen regelmäßig gewürzte, gesottene und gebratene Leichenteile. In ihrem Auftrag töten Schlächter die Tiere, schneiden die Kadaver auseinander und hängen sie ab. Der Verwesungsprozess beginnt. Der Leichenwürzer gibt Gewürze und Geschmacksverstärker hinzu. Im Supermarkt findet der Kunde die Tierleichen unter der Bezeichnung »Fleisch« in der Kühltheke wieder: aus Muskeln wird ein »Schnitzel«, ein in Streifen geschnittener Magen heißt »Kutteln«, zermanschte und gewürzte Leichenreste werden unter der Bezeichnung »Wurst« verkauft. »Das Fleisch, das wir essen, ist ein mindestens zwei bis fünf Tage alter Leichnam.« (Volker Elis Pilgrim, Schriftsteller). Wir sind es gewöhnt, zubereitetes Fleisch zu essen - fix und fertig gewürzt und mundgerecht geschnitten. Immer weniger Menschen bringen ihr Steak oder ihre Wurst tatsächlich mit lebendigen Geschöpfen in Verbindung, die wie der Mensch Trauer, Freude, Leid und Schmerz empfinden können.»Töten von Tieren« - das erscheint grausam. Beim Metzger ein Stück Wurst einzukaufen ist hingegen normal. Würden wir auch Katzenfleisch im Supermarkt kaufen, wenn es lecker angemacht wäre? - Natürlich nicht! Würden wir unseren eigenen Hund essen oder unser Meerschweinchen? Nein! - Warum aber essen wir das Kalb?

Quelle: http://www.brennglas.com

Mein Fazit

So weit würde ich nicht gehen, denn ich kann zwischen einer "Leiche" und einem "Kadaver" schon unterscheiden. Wenn dieser "Kadaver" von einem Rind ist und ein paar Wochen abhängt, dann kaufe und esse ich ihn gerne. In Zukunft werde ich aber darauf achten, dass dieses Rind auch eine Wiese gesehen hat. Ebenso gilt dies für die Schweineleichenteile und die Leichenteile vom Geflügel. Der Metzger meines Vertrauens (Metzgerei Kaufmann, Niederstetten) wird manchmal Besuch von mir bekommen, leider ist mir das aber auf Dauer zu teuer. Mein Geflügel kaufe ich vom Markt, mit den Eiern mache ich das ja auch schon längere Zeit. Wie ich mir das leisten kann? Anstatt sieben Mal die Woche Fleisch auf den Tisch zu stellen, reduziere ich es auf vier Mal die Woche. Das muss reichen!

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