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Geschenke zu Ostern

Meine Kinder wurden gefragt, was sie denn zu Ostern geschenkt bekämen und gaben diese Frage an mich weiter. Geschenke an Ostern? Kenne ich nicht und gibt es bei uns auch nicht. Warum? Wozu? Ostern ist doch nicht Weihnachten und selbst da finde ich es überflüssig. Zumal ich Ostern selbst schon als überflüssig erachte.

Laut Wikipedia ist Ostern eine im Christentum jährlich stattfindende Feier zur Auferstehung eines Mannes mit dem Namen Jesus von Nazareth. Jetzt sollte man zunächst über das Wort Auferstehung nachdenken. Im neuen Testament steht, das Jesus von Nazareth, der als der Sohn Gottes bezeichnet wird, durch diese "Auferstehung" den Tod überwunden hat. In diesem einem Satz befinden sich gleich mehrere Irrtümer. Jesus von Nazareth war nicht Gottes Sohn, denn es gibt keinen Gott. Demnach kann dieser auch keinen Sohn haben. Und eine "Auferstehung von den Toten" gibt es natürlich auch nicht. Niemand steht von den Toten wieder auf, so etwas ist unmöglich.

Warum dann also diese Geschichte? Die Legende vom Sohn Gottes ist älter als das Judentum. Im AT wird durch einige Propheten, vor allem aber durch den Propheten Jesaja, die Ankunft eines Messias vorhergesagt. Dieser Messias wird die Welt retten und die Menschheit von allem Übel befreien. In vielen vorchristlichen Kulturen, nicht nur im Judentum, gab es solche Geschichten, diese sind als keine Erfindung des AT. Jesus von Nazareth und seine Kumpane, allgemein 12 Jünger oder Apostel genannt, kannten diese Prophezeiungen in- und auswendig. Also taten sie alles dafür, um einige der Bedingungen für die Ankunft des Messias selbst zu inszenieren. Mit einem staubigen Wanderprediger als Hauptdarsteller, der eine der zahlreichen Splittergruppen des Judentums anführte. Sie begannen damit "die Prophezeiungen" zu erfüllen, was nicht so schwer war wie man sich das vielleicht vorstellt. Alle diese, von den Propheten vorhergesagte, eingetretene Ereignisse, wurden von Jesus und den Aposteln inszeniert. Aber diese Geschichte auszuführen dauert zu lange und so bitte ich Sie, auf mein neues Buch zu warten, welches sich sehr ausführlich mit diesem Thema beschäftigen wird.

Kommen wir zurück zu Ostern und warum dieses Ereignis vom Christentum gefeiert wird. An diesem Tag ist Jesus von Nazareth von den Toten auferstanden und dies gilt es zu feiern. Um diesen Tag hat sich ein immenses Brauchtum entwickelt mit putzigen Geschichten. Wie dem vom Osterhasen, der die Eier im Garten versteckt. Diese müssen von den Kindern gesucht werden. Das ist lieb und nett und das gefällt mir. Das mochte ich schon als Kind. Es gab einen "Osterteller", auf dem nicht nur Eier sondern auch Schokolade lag. Natürlich geht der gläubige Christ an diesem Tag in seine Kirche und feiert diese Auferstehung gebührend. Dabei wird er gleich daran erinnert, dass dieser arme, verwirrte Zimmermann, den man vor 2000 Jahren wegen Hochverrats gegen die Römer ans Kreuz genagelt hatte (da kann ja jeder kommen und versuchen König von Judäa zu werden, so geht das ja nicht) die Sünden der ganzen Welt auf sich genommen hat. Die Sünden aller Menschen die gelebt haben und die noch leben werden. Also auch meine Sünden und später die Sünden meiner Enkel. Warum müssen die kath. Christen dann trotzdem noch zur Beichte? Wenn alle Sünden, für alle Menschen und für alle Zeiten, bereits durch den Tod eines einzigen Mannes vergeben wurden, warum dann noch die Beichte? Verstehe ich nicht, ist aber ein anderes Thema.

Zu diesen Osterbräuchen hat sich in den letzten Jahren etwas eingeschlichen, das sich "Ostergeschenke" nennt. Diesmal ist der Klerus daran völlig unschuldig. Schuld an dieser Misere ist die Industrie. Auf der Suche nach immer neuen Absatzfeldern hat man begonnen, Ostern für sich zu entdecken. Als ob es nicht genug wäre, dass man seit Februar mit Tonnen von Ostersüßigkeiten überschwemmt wird, suggeriert einem die Werbung nun auch noch, dass man die Ostergeschenke für seine Lieben nicht vergessen soll! Schließlich sollte man am Ostersonntag nicht mit leeren Händen vor seine Kinder treten.

Wisst Ihr was? Ihr könnt mich mal, ich mache da nicht mit. Auf die Frage meiner Kinder, was sie denn zu Ostern geschenkt bekommen antworte ich seit Jahren: "Nichts! Ostern ist nicht Weihnachten. Es gibt bemalte Eier und einen Schokohasen." Geld gibt's von der Oma. Das muss reichen!

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