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Lesung aus Beethoven-Briefen

Das ich da mal hingehen, dass hätte ich auch nie gedacht. Ich war aber sehr neugierig, als ich las, das einer meiner Freunde eine Lesung im Kulturforum in Bad Mergentheim machen wollte. Zusammen mit einem Zeichner (Michael Blümel), der das Gelesene mit Bildern untermalen sollte, las Michael Weber-Schwarz aus Briefen von Ludwig van Beethoven. Michael ist Journalist bei der TZ in Bad Mergentheim, außerdem Erziehungswissenschaftler. Zudem spielt er leidenschaftliche gerne Theater und ist oft auf der Bühne im Tempele zu sehen.

Und seine Leidenschaft zur Schauspielerei war es auch, die diesen Abend so außergewöhnlich gemacht hat. Ich möchte ehrlich sein, ich habe die Inhalte der Briefe des Herrn Beethoven fast schon wieder vergessen. Es war die Leidenschaft, mit der Michael die Briefe gelesen hat, die mich fasziniert hat. Er war heiter, böse, krank, deprimiert, verliebt, aufgedreht und niedergeschlagen. Fast wollte ich zwischen jedem der Briefe applaudieren und laut "BRAVO" rufen, doch ich hab mich nicht getraut. Er hat mich als Zuhörer emotional getroffen, ich habe den Schmerz gespürt wenn er von Durchfall las, konnte die Liebe spüren, wenn er von Sehnsucht und "der Einzigen" vorlas. Das war schon toll.


Während der eine Michael las, zeichnete der andere Michael simultan Bilder auf die Pappleinwand. Leider, mein lieber Herr Blümel, konnte man Deine Kunst nicht richtig genießen, denn Du hast mit Deinem breiten Rücken komplett die Leinwand verdeckt und man sah Dein Bild erst, wenn es fertig war! Mich hat die Geschwindigkeit fasziniert, mit der der Maler diese Bilder aufs Papier brachte. Innerhalb kürzester Zeit lagen an die zehn Bilder verstreut auf dem Boden, die später käuflich erworben werden konnten.


Ich habe die fast 2 Stunden sehr genossen, obwohl ich mit Beethoven echt nix am Hut habe. Wenn Michael Weber-Schwarz wieder einmal etwas liest, werde ich wieder dabei sein. Das Thema? Egal!

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