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Unfall mit Fahrerflucht

Unfall mit Fahrerflucht

Am 13.12.2011 ereignete sich gegen 17 Uhr zwischen Herrenzimmern und Rüsselhausen ein Unfall mit Fahrerflucht. Ein entgegenkommendes Fahrzeug (vermutlich silbern oder weiß) streifte einen in Richtung Herrenzimmern fahrenden Daihatsu Sirion. Dabei wurde der Außenspiegel beschädigt, sowie die Scheibe der Fahrertüre zerschlagen. Der Verursacher des Unfalls beging Fahrerflucht. Die Fahrerin des Sirion wurde nicht verletzt. Sachdienliche Hinweise bitte an die Polizeidienststelle Bad Mergentheim.

Was sich erst mal nur wie eine Zeitungsmeldung liest, beinhaltet natürlich eine weitere Geschichte, die es diesmal zu erzählen gilt. Warum diesmal? Bei der Fahrerin des Sirions handelte es sich um meine Frau! Sie rief mich gestern an und schilderte mir den Unfall. Ich habe mich, selbstverständlich, sofort ins Auto gesetzt und bin zu ihr gefahren.

Während der Wartezeit auf die Polizei hat tatsächlich so gut wie jedes Fahrzeug, dass die Unfallstelle durchfuhr, angehalten und gefragt, ob er/sie helfen könne. Da war eine wirklich schöne Erfahrung und dafür möchten wir uns sehr herzlich bedanken.

Meiner Frau ist, neben der Aufregung das sich der Verursacher einfach aus dem Staub gemacht hat, nichts passiert. Das hätte durchaus auch schlimmer ausgehen können und ich bin sehr dankbar, dass ich meine Frau noch habe.

Vollkasko/Teilkasko

Schließt man eine Versicherung ab, macht man sich mehrere Gedanken. Wie hoch sind die Beiträge? Kann ich mir das leisten? Der Versicherungsmakler bringt dann das magische Wort der Selbstbeteiligung ins Spiel, durch das die Kosten erheblich gesenkt werden können. Schön, denkt man sich, bei einem Unfall zahlt ja sowieso die gegnerische Versicherung den Schaden. Also schlossen wir einen Vertrag mit einer Selbstbeteiligung von 500 Euro ab.

Was man dabei allerdings gerne vergisst: Hat der Unfallgegner gar keine Versicherung oder entzieht er sich der Verantwortung durch "Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort" (im Volksmund Fahrerflucht genannt, das ist eine Straftat, die mit bis zu 3 Jahren Gefängnis geahndet werden kann), dann kann natürlich auch keine gegnerische Versicherung für den Schaden herhalten. Das heißt, man bleibt auf den Kosten sitzen. Der Hoffnung, dass sich dieser Autofahrer noch meldet, werden wir gar nicht erst erliegen.

Wir bezahlen nun 500 Euro für einen Schaden an unserem Fahrzeug, den wir gar nicht verursacht haben. Ich gebe es zu, ich habe mich gestern für 30 Sekunden darüber geärgert. Meine Frau ärgert sich heute noch. Aber (1) ist das nur Geld (was wir allerdings gar nicht haben und den Dispo bemühen müssen) und (2) bin ich unendlich froh, dass meiner Frau nichts passiert ist. Mehr zählt für mich nicht, denn die 500 Euro kann ich wieder ersetzen, meine Frau nicht.

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© Hadley B. Jones | Alle Rechte vorbehalten!
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