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Facebook und das Urheberrecht

Facebook und das Urheberrecht

Kinder fragen nicht lange. Wenn ihnen ein Bild, ein Text, ein Gedicht oder ein Zitat gefällt, dann können sie eines ganz gut: Copy & Paste (Kopieren und Einfügen). Kinder oder Jugendliche fragen sich dabei in keiner Sekunde wem das Bild gehört, wer das Gedicht oder das Zitat geschrieben hat. Es gefällt ihnen, also wird es „gepostet“. Je mehr „Likes“ unter dem Beitrag auftauchen, um so „erfolgreicher“ ist der Eintrag.

Es gibt Millionen von FB-Seiten und Gruppen, in denen das Urheberrechtsgesetz komplett missachtet wird. Da werden Tausende Bilder aus dem Internet eingestellt, die von irgendeiner Webseite auf dem eigenen Rechner und dann auf dem Facebook-Account gespeichert werden. Urheberrecht? Was ist das? Ganze Textpassagen werden aus fremden Webseiten in den eigenen Account übernommen. Quellenangaben? Was ist das?

Ich gebe es zu, auch ich habe es schmerzlich lernen müssen (inzwischen im vierstelligen Eurobereich), wie Anwälte Kapital aus dem Urheberrecht schlagen. Ich habe viele Euros bezahlt für das Bild einer beliebten Fernsehmoderatorin oder von Jennifer Mittenbühler. Ich habe Geld bezahlt für Kommentare, die ich nicht einmal geschrieben habe, für die ich als Webmaster aber verantwortlich bin. Erst diese Woche kam wieder eine Abmahnung wegen einiger Zitate, die ich in einem meiner Artikel habe.

Das Urheberrecht ist zu kompliziert, es kann von einem Laien, und mit Sicherheit nicht von einem Jugendlichen, durchschaut werden. Oder wussten Sie, dass Sie auf ein urheberrechtlich geschütztes Bild mit einem Textlink (Hyperlink/Url = Deeplink) zeigen dürfen, das Bild selbst aber nicht als Verlinkung anzeigen dürfen? Sehen Sie, das wusste ich auch nicht. Für diese Erkenntnis sollte ich erst kürzlich 900 Euro bezahlen. Für ein Bild in der Grüße von 750x350 Pixel, auf dem N. E. abgebildet war. Für ein Bild, dass nicht einmal auf meinem Server lag, ich hatte es nur verlinkt.

Wie sollen also Kinder oder Jugendliche wissen, dass das Bild von Justin Biber, welches sich in einem ihrer Fotoalben befindet,  Ihnen als Eltern durchaus bis zu 10.000 Euro kosten kann? Oder das Bild von Miley Cyrus? Oder Selina Gomez? Selbst das Bild einer Landkarte kann verdammt teuer werden.

Viele Jugendliche schützen Ihren Account nicht ausreichend und schreiben ihre Beiträge sogar öffentlich. Inzwischen gibt es Suchmaschinen, die sich auf diese Beiträge spezialisiert haben:

http://youropenbook.org/

So ist es den Abmahnern ein Leichtes, diese Accounts nach illegal eingestellten Bildern oder Texten zu durchsuchen.

Da kann man es nicht deutlich und oft genug betonen: Sie als Eltern sind für alles verantwortlich, was Ihre Kinder auf Facebook machen. Nicht das Kind bekommt die Abmahnung, sondern Sie. Wenn das Einschreiben des Anwaltes auf dem Küchentisch liegt, dann ist es zu spät.

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Kommentare

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henni am :

man wird auch nicht wirklich aufgeklärt. ok ma kennt schon so ein wenog das "urheberrecht" aber im fb verliert man das ganz schnell. das ist dann letztendlich wieder so ein ding, damit die frimen oder der, dessen urheberrecht verletzt wurde, geld einheimsen können.

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